Zähneklappern und Bibbern am Fjord

Aga er nå i Norge

13Dezember
2010

Farewell Norway! Ha det bra!

 

Hei hei ihr Lieben,

 

so nun ist es soweit-mein letzter Eintrag, und der ist nichtmal aus Norwegen mehr :(! Ich bin gestern abend gut in Hessen gelandet, die Flüge liefen super, dank an die Skandinavischen Linien... Es ist unglaublich zu sehen, dass die Sonne um 8:30h aufgeht und um 16:00h erst untergeht. Die Dunkelheit werd ich sicherlich nicht vermissen.

 

Aber den Rest. Ich habe natürlich in der letzten Woche noch genug zu tun gehabt, alle Klausuren und all die Dinge die ich erledigen musste- Papiere unterschreiben, Bücher abgebeben, Wohnung sauber machen. Davon abgesehen durfte der soziale Part nicht fehlen. Ich hab alle verabschiedet, die sich in den vier Monaten als gute Freunde entpuppt haben, hab so ziemlich jede Party mitgenommen,die angeboten wurde, wurde bekocht und habe bekocht. Man hat echt nette, skurille, verrückte und liebenswerte Menschen kennengelernt, denen auch würdevoll tschüss gesagt werden musste.

Ich vermisse meine kleine Afrikanisch- Norwegisch- Französich- Deutsche WG, all die ideenreichen Gespräche, die auch mal gezeigt haben, die gut es uns in Deutschland gehen kann (oder andersrum ;)), den Schnee (also ich bitte euch, hier ist doch gar nichts, ihr kennt echt keine Winter!), einfach alles:)

Somit auch eine kleine Liste der Dinge, die mir innerhalb der vier Monate fast schon ans Herz gewachsen sind, die Norwegen wirklich unglaublich (skurill) machen!

 

Es geht IMMER bergauf!

 

Manches Fleisch isst man hier mit Marmelade.

 

Jugendliche amüsieren sich hier am Wochenende, indem sie sich ins Auto setzen und wirr im Kreis fahren.

 

In ganz normalen Buchhandlungen ist ein kleines Cafe integriert.

 

Eine billige Flasche Wasser kostet 1€.

 

Im Supermarkt bekommt man das Wechselkleingeld von nem Automaten und wirft es zum Zahlen auch dort hinein. Scheine gibt und bekommt man vom Verkäufer. Eigentlich zahlt man ALLES mit Visakarte, man hasst alle Bargeldzahler.

 

Die Strassenschilder hängen einfach irgendwo. An Strassenlaternen, am Zaun... Was eben gerade in der Nähe ist.

 

Brunost (komischer Ziegenkäse) schmeckt nach ner Mischung aus Karamel und Käse. Wird vorzugsweise mit Erdbeermarmelade gegessen.

 

Die Autos halten auch dann an einem Zebrastreifen an, wenn sie dazu eine Vollbremsung hinlegen müssen. Ausserdem gibt es Zebrastreifen für alte Leute, junge Leute und beide.

 

Auf den Autobahnen darf man nicht schneller als 100 oder 110km/h fahren.

 

Abends fängt man schon um 18h an zu trinken, und um 2h ist Zapfenstreich- was sonst, wenn die Sonne um 14:30h untergeht?

 

 

 

Und somit, gehen wunderbare und einigermaßen schöne vier Monate in einem, nicht mehr ganz so, fremden Land für mich zu ende..

Danke an meine fleißigen Leser und Zurückschreiber, es hat Spaß gemacht sich seine Reise aufzuschreiben, vielleicht sehen wir uns ja auch bald :)

Bis dahin HA DET BRA!!!!

 

Tschüss Norwegen!

02Dezember
2010

1/5...eine Höllenwoche!

So ein kurzer Bericht meinerseits:

die erste, und langweiligste Klausur sei gestern somit geschafft. Mit zwei Studen Schlaf und eigentlich kaum Wissen über die norwegische Gesellschaft intus, habe ich mich der Aufgabe gestellt, in einem fremden Land eine Klausur zu schreiben.

 

Und es war einfach wahnsinnig komisch: die Sicherheitsvorkehrungen sind unglaublich. Man wird in Gruppen aufgeteilt, sitzt an einem riesigen Tisch allein, hat vorgefertigtes Papier,mit Durchdruck, Aufgaben und einen Klausurumschlag. Wer sich noch an seine Abiklausuren erinnern kann: SO und noch schlimmer. Das Papier ist wirklich aus dem hauseigenen Druckladen, den Durchdruck gibt man ab, man kriegt eine eigene Studentenklausurnummer, die man gefühlt tausend mal irgendwo hinschreiben muss, dann unterschreibt man irgendwo tausend mal, es werden alle möglichen Ausweise geprüft, wenn man auf Klo will,muss man auf eine Lady warten, die einen dann bis vor das Klo mitschleppt und man darf ja nicht allein einfach aufstehen. Das bedeutet Tod. Man wird sofort wieder an seinen Platz gezerrt und muss zusehen,wie man klarkommt.(Ja, ich hab es geschafft eine halbe Stunde zu warten, um aufs Klo zu dürfen, wobei ich eine Thermoskanne Tee intus hatte. Die Klofrau war ein wenig gut bestückt, der Weg lang... Immerhin hat sie somit viele Kilometer an dem Tag geschafft...)

Crazy. Und- man schreibt mit zweihundert Studenten in der Turnhalle. Sechs Stunden lang, im Winter: alle schniefen, prusten, husten , trinken, essen, schnaufen, weinen, was weiß ich.

Morgen geht es weiter. Drückt mir alle Daumen, bis nächsten Donnerstag sind vier Ockergelbe Wände meine Freunde, die sich meinen Quatsch tausend mal anhören müssen.

Tolle letzte Woche!!!

 

 

Ha det bra.

 

 

P.S. Klagt bloß nicht über euren Winter. Laut norwegischen TV ist das der schlimmste Winter hier, seit der Wetteraufzeichnung, und die war vor 225 Jahren.

 

Ahoi!

30November
2010

Ein wenig von hier nach da...

Heihei!

Meine lieben Freunde, es lohnt sich tatsächlich runterzuzählen. Es sind, mit heute, noch dreizehn Tage, wenn ihr mich fragt, viel zu kurz, um alles noch zu tun, worauf ich Lust habe. Neben den vier Klausuren natürlich. Ich würde gerne ein bisschen packen, weil es wieder zu viel ist, Geschenke besorgen und ein wenig noch genießen. Das wird ein straffes Programm. Bis Freitag (zur zweiten Klausur) wird sowieso das Zimmer gehütet.

 

Was ist seit dem letzten Mal passiert? Neben viel Unizeugs und langweiligem Lernen habe ich mich dazu entschieden auf eine interessante Reise zu gehen und somit mein viertes Land in vier Monaten zu besuchen.

Es ging nach Schweden, genauer gesagt nach Stockholm, um dort auf ein Boot zu gehen, um mit diesem nach Tallinn zu schippern und abends zurück zu fahren. Hintergrund des Ganzen: aus den Ländern Littauen, Lettland, Estland, Finnland, Dänemark, Schweden und Norwegen fanden sich viele Erasmusstudenten zusammen, um insgesamt drei Nächte zusammen zu feiern. Das hieß am Ende: 2000 Studenten und viel "Spaß". Den Rest dürft ihr euch denken. War eine sehr nette Erfahrung.

Vorher ging es jedoch mit meinen Freunden aus Deutschland und Frankreich mit dem Zug nach Stockholm. Eine lustige Reise. Und endlich durfte ich Stockholm sehen, das hab ich mir echt schon lange gewünscht! Es hat sich wirklich gelohnt. Wir waren, bevor wir auf das Schiff gestiegen sind insgesamt 2 1/2 Tage dort und haben alles gesehn, was sich lohnen würde. Ein Museeum war echt herrlich: das "Skanska" Freilichtmuseeum, mir Elchen und anderen Tieren. Leider war das Wetter sehr bescheiden in Stockholm, es hat geregnet und war einfach nur ekelig. Da wünschte man sich die -12C in Trondheim zurück, wo die Sonne schien.

Persönlich fiel mir auf, dass in Schweden die Menschen freundlicher und netter sind. Sie lächeln mehr, sind nicht so sehr mürrisch,wie die Norweger zu der Jahreszeit und einfach aufgeschloßener. Wir haben Abends uns auch mal eine Bar gesucht,sind essen gegangen (ja! ein wunderbares Gefühl Geld auszugeben!) und haben auch die Schweden beobachten können: definitiv nicht so anstrengend schüchtern, wie die norwegischen Partygänger.

Was mir auch noch aufgefallen ist: alles was cool ist kommt doch tatsächlich aus Schweden. Ikea und H&M ganz zu schweigen, worauf die Schweden super stolz sind, aber auch meine Kindheit... Das heißt: Pippi Langstrumpf unf Astrid Lindgren allgemein (das hab ich echt vergessen!), die Mumins, und das Dalapferd. Schweden rockt :)! Das Beste was ich bekommen habe: Lederlammfell Handschuhe... :)

Wir haben bei einem Freundesfreund gewohnt, aus München, der in Stockholm (die glückliche Sau!) sein Jahr absolviert. Er wohnt im Stockholmer Ghetto in einem Wohnheim, wo er praktisch eine eigene Wohnung hat, ein kleines Zimmer mit integrierter Küche und Bad. Da haben wir dann zu Hochzeiten zu siebt gelebt. Herrlich.

Am Tag nach der Bootstour, hatten wir nochmal Zeit uns ein bisschen in der Stadt umzusehen, so gut es ging in unseren Zuständen, und abends ging es dann zum Jugenhostel,dem coolsten in der Stadt.Wer schon mal in Stockholm war, der wird das große Boot, das wie die Gorch Fock aussieht kennen. Nein, da haben wir nicht geschlafen. Aber gegenüber, das Gefühl war also fast da. Ich hatte sowieso genug Bootsgefühl. Am zweiten Abend schaukelte es ganz schön (für meine Verhältnisse) und das Gefühl des Schaukelns bin ich drei Tage nicht losgeworden...

Unsere Rückreise war wirklich spektakulär: mit drei Stunden Verspätung am Stockholmer Hauptbahnhof, wo wir einen 50KR Voucher erhalten haben (nicht schlecht!), wurden wir im Zug dann in die First Class gesetzt, haben Essen en masse bekommen und auch for free mit Tee und Kaffee, wurden entertaint UND haben unseren Anschlußzug bekommen. Ein Service,von dem sich die DB bitte eine RIESEN Scheibe abschneiden kann. Sind praktisch umsonst wieder nach Hause gefahren.

Seitdem passiert nichts wirklich mehr. Ich hab keine Uni mehr, und versuche mich zum Lernen zu motivieren. Die Sonne geht mittlerweile um 14:30 unter, geht auch um ca 10:30 auf. Mein Rythmus ist völlig gestört. Ah, und wer denkt, dass er Winter kennt: wir haben -25C und Schnee. Seit Oktober.Es windet zu dem sehr.

Ich habe gelernt mich Schichtenweise anzuziehen: Skiunterwäsche, Jeans, Regenhose. Zwei Schals, zwei paar Handschuhe und so weiter...

 

Hiermit auch einen eiskalten Geburtstagskuss an Amelie, चुंबन!!!

Ihr Lieben, ich denke ich melde mich bald wieder.

Euch wünsche ich eine schöne Vorweinachtszeit, einen schönen 1. Advent nachträglich und ha det bra!

 

Eure Eisaga.

11November
2010

Kölle Alaaf, und Shame On Me!!!

Asche über mein Haupt! Ich weiß, trotz der Bitten und Anraten, öfters mal zu schreiben habe ich die perfekte Ausrede zurzeit: die ZEIT! Und ich bin Studentin- meine Klausuren stehen bevor, ich weiß nicht wo ich meine Hände reinstecken soll, in welche Arbeit zuerst. Aber jetzt kommt Ablenkung- in dieser Form!

 

Zuerst: Kölle Alaaf- an alle Kölner (und welche, die auch Karneval mögen...). Ich wünsch euch eine schöne Zeit, hoffentlich bin ich im Februar fähig zu euch in den Westen zu fahren, ich würde ungern was verpassen:)!!!So viel dazu, und jetzt an alle die, die sich um den Karneval nicht scheren und mal was von mir hören wollen.

1. Vor dem Lofotentrip, nach der Osteuropatour:

Mein Norwegisch Kurs ist im vollen Gange und ich bin SO stolz auf mich, wie eine sprachbehinderte versuchen mich zu verständigen. Ja so ist das! Es ist immer wieder witzig zu lernen, wie die Norweger reden, denken man versteht was, am Ende, wenn es zum Eklat kommt aber wie ein Auto zu schauen und nur dumm zu lächeln (im Laden meistens...). Aber-ich gebe die Hoffnung nicht auf. Ich kann mittlerweile einen ordentlichen Smalltalk führen über: mich, meine Herkunft, was ich mache (natürlich im Gegenzug auch Fragen stellen), Einkaufen gehen (mich dabei belabbern zu lassen Dinge unbedingt anzuprobieren und am Ende zu kaufen, unverständlicher Weise für ca 700Kr....), die Uhr lesen (wie die Ostdeutschen übrigens mit "viertel und dreiviertel" (ein Spaß!)) und so mögliches Zeug eben. Das wichtigste, was ich jeden Tag benutze: Jeg vil ha en kop kafe. Und zur Grammatik: sie existiert nicht (im relativierten Sinn des Wortes...).

Ansonsten was gibt es zu tun, wenn die Sonne kaum aufgeht und schon wieder weg ist: lernen und Sport machen. Sich 2000 Wörter über bescheuerte Themen auszudenken und am Ende frustriert drei Stunden auspowern. Ziemlich entspannter Alltag. Man merkt wie überfüllt die Campi werden, in jeder Ecke sitzen Studenten und lernen (die Norweger sind fleißiger als wir, jaja) und die Uni bietet auch perfekte Lernmöglichkeiten: kleine oder große Räume, wo man eigene Tische hat mit Ablagen, Anschluss und Licht und RUHE. Vor allem keine Ablenkung- perfekt. Jedoch: auch noch nie genutzt. Wir Erasmen tun alles- nur nicht eben lernen, man sagt es, doch am Ende sind’s dann nur provisorische Vorbereitungen.

Mittlerweile feierten wir wieder 100jähriges Bestehen: diesmal vom Idrett! Also vom Sport. Mit vielen lustigen Veranstaltungen, wie z.B. dem wohl berühmtesten und erfolgreichsten Biathleten Norwegens Halvard Hanevold (auch noch nie gehört!) zuzuhören, wie toll er Goldmedaillen abgestaubt hat. Und Parties, yeeey.

2. Lofoten

Bilder sagen mehr als tausend Worte? Auch. Jedenfalls war der Trip der wohl beste bis jetzt (viele werden wohl nicht mehr folgen...).Ich habe mich ehrlich neu verliebt in Norwegen. Die Lofoten sind einfach nur a t e m b e r a u b e n d! Die Truppe war willkürlich zusammengemixt, sehr spontan entschieden und das hat auch alles noch amüsanter gemacht. Nach 10 Stunden Richtung Bodø im Nachtzug, der echt super ist, weil er ein kleines Schlafpaket bietet mit Decke, Kissen, Ohropax und Schlafmaske, viel Raum und einfach nur urgemütlich ist, sind wir zu Sixt gelaufen, haben uns ein Auto gemietet und sind rüber auf die Lofoten mit der Autofähre gesetzt. Dazu soll gesagt sein: Fähre fahren ist besser als betrunken sein. Drei Stunden lang konnte man nicht "ruhig" sitzen. Uns hat es wortwörtlich durch die Gegend geworfen, den größten und stärksten von uns trieb das schnell aufs Klo... :) Abends in unserer gemütlichen Hütte haben wir dann geköchelt und sind früh ins Bett, um uns am nächsten Tag in das kurzweilige Lofotenabenteuer zu stürzen: Wandern, Fischen (dazu gleich mehr!), Polarlichter schauen (auch!), Kochen, heiße Schokolade trinken... Perfekt. Kurz zum Fischen: einer der Mitreisenden hatte seine Angel dabei und machte einen ordentlich souveränen Eindruck, dass er auch uns einen Fisch fängt zum Abendbrot. Bewaffnet machten wir uns an eine Steinküste, um zu warten. Und das mussten wir auch nicht lange, ein RIESEN Lachs biss schnell zu. Unser Jäger kämpfte hin und her, um ihn rauszuholen, dabei fragte er einen anderen Genossen, doch bitte die EINE Tüte über den Fisch von hinten zu stülpen, um diese wie einen Kärcher zu benutzen. Dieser jedoch fand die Idee, dass er Fisch sich noch viel bewegt nicht so interessant. Lange Rede kurzer Sinn: die Schnur riss und der Fisch entfloh mit Haken im Maul. Das Gesicht unseres Jägers war unbeschreiblich. Ich glaube ihm hat es wirklich die Sprache verschlagen und das war, so viel man mitbekommen hatte, etwas schwer. Als er sich dann nach einer guten Stunde besinnt hatte, brabbelte er Wörter vor sich, die diesen ähnlich sind: umbringen, unglaublich, noch nie erlebt, zurückgezogen, umbringen, umbringen, umbringen...

Am Ende habt ich gekocht, auch Lachs :)!

Polarlichter verliefen ungefähr so: Wir sind an einen sehr nördlichen Punkt gefahren, blieben vorerst im Auto, weil es echt kalt war. Jeder hatte ein Ausblicks Ziel, jeder in eine andere Richtung. Eine Stunde warten wir auf die Lichter, denn laut dem Polarlichtercenter, hatten wir eine 80% Chance auch welche zu sehen... Naja, laut der Jungs waren nur "Wolkenschleier am Himmel".... Wir sind losgefahren und wie das Schicksal es wollte, haben der Italiener und ich uns nochmal diese "Wolkenschleier" angesehen. Und haben uns sehr schnell entschieden, dass es keine Wolkenschleier sind. Schlussendlich habe ich ein wenig Polarlichter gesehen, leider keine richtig guten, aber immerhin...:)

3. Nach den Lofoten bis jetzt:

Am Sonntagabend, nach der Ankunft morgens von den Lofoten, gab es was zu feiern: Halloween! Ein paar Wochen vorher entschieden, haben wir ein Pumpkinfest gefeiert mit Suppe, Kuchen und Verkleiden, ein gemütlicher Spaß, um das Wetter draußen zulassen. Ein paar Tage später ging es zum ersten sportlichen Highlights dieses Winters: Rosenborg Trondheim (Herbstmeister in Norwegen!) gegen Athletico Madrid, Europacup! Yey! Ich hatte noch nie so interessante Plätze, direkt hinterm Tor (ohne Schutznetz) und solch eine lustige Stimmung- die jedoch unter keinen Umständen der deutschen ähnelt, da müssen sie alle was lernen! Aber am Ende ein unverdienter Sieg für Madrid, die kaum gekämpft haben und Glück hatten...

Am nächsten Abend ging es zu einer Art Weihnachtsfeier, die hier in Norwegen Julebord genannt wird. Viele Firmen feiern das hier, ca. 4 Tage lang und im Heftchen steht stand so viel dazu: es geht zu 75% um „Sexual Harassment“, betrunken sein und ca. 80% der Menschen melden sich krank am nächsten Tag. Unser Julebord verlief eher entspannter und fast besinnt. Die Italiener und Spanier wurden sehr schnell sehr amüsant- schrien (nicht sangen!) irgendwelche Lieder und lockerten die Stimmung. Ein nettes Fest, wo alle was zum Essen gemacht haben, ein kleines Geschenk für Julklap (daher auch der Begriff und die Idee angeblich!) mitgebracht haben, sich schick angezogen haben und genossen haben.

Der Rest des Wochenendes verlief mit Wanderungen durch das Gebirge in Trondheim und einem Schwimmbadbesuch Sonntagabends von 19-23h, welches nur für uns Erasmenstudenten offen war. Wir haben übrigen jetzt -10 Grad und ca. 30cm Schnee, es wird schon um 14:30 dunkel und das einzige Was man sieht sind Lichter und Reflektoren (habe auch drei)!

Meine Buskarte sagt, ich habe noch 32 Tage hier… Eine sehr kurze Zeit, wenn ihr mich fragt. Jedenfalls werde ich, hoffentlich noch Oslo besuchen, und Ski fahren gehen. Wenn die Zeit mindestens doppelt so lang wäre…

Ich wünsche euch noch ein paar schöne Tage, bis demnächst mal,

 

ha det bra! Aga

P.S. Bilder wie üblich: www.picasa.de !

21Oktober
2010

Tere, minu sõbrad!

Ja! Hallo meine Freunde (das war jetzt übrigens Eesti...)

Nein, so viel kann ich tatsächlich nicht außer "tere", was ich, laut Estnischer Souvenirverkäuferin so gut aussprechen kann, dass sie mich tatsächlich als Estonierin abgestempelt hat. Aber immerhin, habe ich ein oder vielleicht noch zwei Sachen in Estland gelernt, man kann ja nicht ahnungslos wieder "Heim" fahren. Man darf aber zu Anfang sagen: die Sprache ist außerordentlich süß, nicht hübsch oder besonders klangvoll (welche Sprache ist das schon außer französisch und italienisch?!) aber einfach nur süß: bisschen deutscher Einfluß (üs,ös,äs) viele Doppelvokale und total unverständlich und nicht nachvollziehbar, aber Respekt an alle die es lernen :)!

Und jetzt zu dem ganzen Rest: am Donnerstag Abend vor meiner Abreise habe ich meinen Norwegischen Freunden noch ein Abendessen vor die Nase gesetzt, man sollte sich schließlich ein paar Tage nicht sehen und musste mich erstmal vergewissern, dass ich mich richtig gepackt habe und keine Probleme haben werde: ein 35+10 Liter Rucksack und Schlafsack, Kissen und ein kleiner Rucksack sollten wohl reichen?! Mein Problem war eher, ob sie einen Wanderrucksack mit aufgeschnallten Schlafsack am Flughafen als Gepäck annehmen, der vielen Schnallen wegen... Ich wurde von allen etwas beruhigt, glauben konnte ich das aber nicht, deswegen habe ich mich am Morgen noch an den PC gesetzt und recherchierte (bin jetzt mittlerweile Profi): in meinen kleinen Rucksack kamen spontan noch eine Rolle Frischhaltefolie, damit ich, im Notfall meinen Wanderrucksack damit umwickeln kann :D Haha, die nette Frau am Schalter hat sich fast in ihr Hösschen gepullert, als ich die Rolle rausholte. So viel dazu. Am Ende war der Rucksack nicht eingewickelt und auch nicht beschädigt, ein großes Lob an die Gepäckwerfer.

Der Direktflug nach Riga war super, ich hab leider keine Bilder von den Gletschern in Schweden gemacht es sah so toll aus was sich unterm Flugzeug anbot. Außerdem hatten wir den schönsten Sonnenaufgang, den ich je gesehen habe! In Riga angekommen (mit Zeitverschiebung, die darf man echt nicht vergessen!) war ich schnell an meinem gewünschten Bus in Richtung Innenstadt. Ein komisches Gefühl für den Bus mit einem Schein von 20 Latten zu zahlen. Der Bus kostete "nur" 0,70 Latten, haha. Das klingt nach nichts. Der Busfahrer war schlicht überfordert mir auch auf die 20 Latten was wiederzugeben. Am Ende war ich reich an Münzen :)! Zum Glück habe ich im Internet auf einer Studentenberichtseite eine super Erklärung gefunden, wo ich aussteigen muss, um in die Innenstadt zu kommen und welche Station der Busbahnhof war (Ode an das Internet!!!). Am Busbahnhof hab ich dann für 0,50 Latten mein Gepäck verstaut und bin mit Kamera bewaffnet in den schönsten Herbsttag losgezogen. Und Riga ist wunderwunderschön. Die Innenstadt ist schnell durchlaufen und hat auch viele schöne Sachen zu bieten. Es sind auch echt viele Studenten unterwegs, wie immer! Studenten an die Macht ;). Ich hab wie bekloppt Bilder geklickt und hier nun eine kleine Auswahl:

Auch in Riga gibt es Freiheitsstatuen! Bildschön!Uni RigaIdyllisch?600 Jähriges Bestehen vom Weihnachtsbaum.Innenstadt mit Weihnachtsbaum:)!Weggefährten der Rigabewohner!Auch hier ist der Herbst nicht zu übersehen, Riga Markt und Markthalle

 

Wie immer gibt es den Rest meiner Bilder bei Picasa.

Am Busbahnhof dann wieder angelangt hatte ich ca. vier Studen zu warten. Mit einem guten Buch bewaffnet habe ich es mir schön gemacht in der Sonne. Aber auch die ging sehr schnell wieder unter und es wurde echt schnell kühl... Und die Zeit verging einfach nicht. Irgendwann um 18:30 erschien dann ein klappriger aber gemütlicher Bus an meiner Plattform und ich konnte mich auf meine Reise nach Tartu freuen. Mein Ticket: 7€.

Im Bus dann stieg zwei Stationen ein junger Kerl ein, der sich neben mich gesetzt hatte. Nach ein paar Minuten kamen wir in ein nettes Gespräch und es stellte sich herraus, dass er ein Ire war, der gerade aus Weissrussland kam und auf Durchreise nach St. Petersburg war. Viele nette Anekdoten wurden ausgetauscht und somit verflog die Zeit von ca vier Stunden. In Tartu endlich angekommen wurde ich sehr freundlich in Empfang genommen und es ging schnurstracks ins Studentenwohnheim der Internationalen Studenten von Tartu. Auch mal ein anderes Gefühl: wie in einer Jugendherberge mit eigener Kochnische und Bad. Lustig aber teilweise auch anstrengend, da lobt man sich seine eigenen vier Wände im Dorf. Sofort ging es aber auch in die Nacht hinaus und ich wurde mit dem,mir in Trondheim verborgenen, Nachtleben vertraut gemacht. Ingesamt ein sehr positiver Eindruck: viele nette Bars und Kneipen, urgemütlich, laut, lustig, feierwütig. Wie Studenten eben sind. So hat das Leben in Tartu was sehr positives, was man in Norwegen allgemein nicht hat: das Ausgehen, spontan und einfach. Vorallem: billig.

Wie sich am nächsten Tag herausstelle, spielte das Wetter (und das die ganze Woche) wirklich sehr gut mit: kühl,aber purer Sonnenschein, keine EINZIGE Wolke am Himmel,geschweige denn Regen und einfach nur perfektes Herbstwetter. Wir schauten uns die ganze Stadt an (groß ist sie nicht ;)) und ich wurde eingeführt in das Estonische Leben. Hier ein paar Eindrücke:

Küssende Studenten.Perfektes HerbstwetterAltes Unigebäude ?!Tartu und die Verrücktheit nach Antikem, more to follow!Schiefes Haus von Tartu! Wirklich, soll mal abgesackt sein.Und jetzt genauer hinschauen......ja ganz schon stark die Aga......doch zu viel angehoben!

 

Am Freitag vor Tallinn ging es dann für einen Tagesausflug nach Vörnu, einem kleinen "Dorf" inmitten der Estnischen Pampa. Dort konnten wir uns an der Estnischen Natur beglücken, mit ihren Seen und Wäldern, unternahmen wir einen Spaziergang, um dann verhungert und verzweifelnd nach einem Restaurant zu suchen. Die Stadt war einfach nur- leer. Wie gesagt, "viel Land" und wenig Menschen.

Samstagnachmittag ging es dann mit einem klappirgen, zu heißen Bus, für 3€ nach Tallinn, in die Haupstadt! Abends angekommen mussten wir natürlich den einzigen (die Glücklichen!) Berg erklimmen, um unser Hostel zu finden. Dabei wurde uns ein netter Estonier eine große Hilfe, hätten wir ihn nochmal liebevoll gefragt, hätte er uns auch in seinem Auto zur Herberge gefahren. Liebenswertes und nettes Völkchen...

Kurz nach unser Ankunft ging es dann in die Estische Oper zur "La Traviata". Hübsch anzuschauen, auch wenn man schnell von kreischenden Frauen genervt ist, manchmal versteht man doch Männer...

Am nächsten Tag wurde die Zeit zum Abflug mit Stadtbesichtigung beim trüben Wetter vertrieben, mit dem Stadtmuseum (jaja Kultur, Geschichte und so...), wunderbar leckeren Pfannkuchen (salzig und süß!), und dem Flair der Stadt. Wirklich empfehlenswert, historisch, schön und entpannt.

Insgesamt ein schöner Urlaub vom Alltag in Norwegen.

 

Ich empfehle jedem eine Reise nach Osteuropa, ihr werdet begeistert sein!

Hwad aega!

 

 

16Oktober
2010

In eigener Sache...

 

 

 

Als ehrenamtliches Mitglied von Amnesty International, fühle ich mich dazu berufen auch diese Plattform dazu zu nutzen, und an euch zu appellieren: schaut hin! Ich angagiere mich besonders für Frauenrechte, Meinungsfreiheit und Jugendarbeit. Auch ihr könnt uns helfen Menschen mit Würde und den selben Rechten gegenüberzutreten.

 

www.amnesty.de

11Oktober
2010

So viele schöne Dinge...

...sind passiert. Und deswegen hat es wirklich einen ganzen Monat gedauert, bis ich mich melde. Ich überlege gerade, ob ich einfach öfter schreiben soll, oder doch lieber seltener dafür aber mehr schreiben will. Ich kann mich nicht entscheiden, weil es ja auch an euch liegt- leiber seltener aber viel oder doch öfters und wenig. Lasst es mich schnellstens wissen!!!

 

Also, da es wirklich einen Monat her ist, könnt ihr euch bei meinem neuen Lebensstil ja denken, dass wirklich viel passiert ist. Und am besten knüpfe ich da an, wo ich das letzte Mal aufgehört habe...

Trondheim und die NTNU feiern 100jähriges bestehen. Hört sich ja nicht SO lang an, denkt ihr. Das liegt aber daran, dass die NTNU erst vor 100 Jahren ihren Namen geändert hatte, und zwar irgendwo das Wörtchen "norwegisch" dazugegügt hat und "technisch", sehr innovativ... Am Anfang ließ man uns noch wissen, dass sie am liebsten "beste,schönste,einzige" Uni einfügen wollten... Naja, man muss eben lernen, dass die Norweger, beziehungsweise Trondheimer von sich selbst als "Nördlichster Mittelpunkt der Welt" denken, mit der besten Studentenstadt, der besten Uni und der besten undsoweiter... Was für uns dabei rauspringt: viele lustige Versanstaltungen, wie RavePartys, Feuerwerke, eine Woche frei (gennant wird das hier "Lesewoche :))!, und viele lustige Sachen mehr, die erst nächste Woche richtig losgehen. Jedenfalls wurden wir vom Präsidenten geehrt, besser gesagt von seinem Sohn, durften umsonst Bløtkake essen (Sahnetorte), was hier der größte Hype schlechthin ist. VIEL Sahne, Marzipan und Kalorien. Ich hab, wie alle anderen Austauschstudenten, nur ein Drittel geschafft und mir war am Ende echt schlecht. Die Norweger atmen ihr Stück dann eher ein... Leider hab ich kein Bild davon gemacht, aber es wird bestimmt wieder Freikuchen hier geben! Übrigens- es war WIRKLICH umsonst. Ich hab mir den Tag im Kalender markiert, das wurde mir erst beim Essen bewusst, for free! In Norwegen, das war Weihnachten, Geburtstag, Ostern und Pfingsten zusammen. Aber, wie sich später herausstelle, gibt es auch noch mehr Dinge umsonst, dazu später.

Ein paar Tage später ging es zu einem Aachener Studienfreund zum Geburtstag, mit dem ich Anfangs zusammenziehen sollte, bevor ich meinen Platz im geliebten Moholt bekommen habe. Die Bude ist zwar ätzend weit weg, aber WUNDERschön, ich war echt neidisch. Altes, norwegisches Häusschen, echt schön, das echte norwegische Leben halt mit vielen netten Studenten, Naja, aber Studentendorf muss auch mal sein:)!

Was ich seit Tagen ein wenig verzweifelt versuche ist meine Koordinatorin hier anzutreffen, damit ich mein sogenanntes Learning Agreement unterschreiben kann. Eher aussichstlos. Nachdem ich schon ein paar Mal im Laufe der Zeit da war, war sie grad schon weg (um 10:30, um 11:00 oder um 12:00!). Als ich dann das letze Mal vor zwei Wochen da war, war gerade Lunchzeit. Das preisen sich die Norweger hier sehr. Und dazu nehmen sie sich auch unendlich viel Zeit. Verrückterweise gibt es bei ihnen auch nur Brote, Bananen und Milch,ganz ganz viel Milch. Es ist normal sich sein Zeugs in Tupper einzupacken, und egal wo man ist, sei es auch ein Café, gemütlich zwischen 12:00 und 13:00 auszupacken und zu essen. Manchmal sind es auch Eier, das Essen von Vorgestern und Milch- in jeder Variation. Erdbeer, Schoko, pur, kalt, warm, halbfett, fett... Alles.

Kommen wir aber zu meinem großen Trip im letzten Monat: Stavanger! Am Freitag nach der Uni der anderen Beiden ging es los- wir haben uns zusammen in einen Koffer gepackt und sind zum Flughafen. Dort wurde peinlicherweise festgestellt, dass meine zwei Bekannschaften eher nicht richtig packen können- die zwei Männer bräuchten für jeden Tag mindestens zwei Outfits. Ätzend! Aber naja,ich hab mich mit meinen Kommentaren zurückgehalten, nicht jeder Mann kann packen wie ich: zwei Tshirts, reichlich Unterwäsche (3 an der Stück für- genau, 3 Tage), ein Pulli habe ich an, eine Jeans auch, Wanderschuhe und Regenhose... Stavanger an sich war keine besonders reizende Stadt. Sie ist berühmt für ihr Ölvorkommen und den Verkauf von Öl. Deswegen haben wir uns auch am nächsten Tag weniger die Stadt, als das Ölmuseum angeschaut und auch mal dazu gelernt- liest es euch aber bitte bei Wikipedia nach:) Das Wetter ließ eher zu Wünschen übrig- trüb, grau und regnerischkalt. Am Sonntag ging es dann auf die Wanderung- diesmal aber zu viert. Lustigerweise haben wir in unserem BB in Stavanger (mit lecker Waffeln am Abend) eben Abends jemanden noch getroffen, aus Berlin, der irgendwoher noch Bekannte aus Berlin kennt. Somit einen Gruß an unser Dorf Welt! Das ist mir übrigens in Trondheim auch schon mehrmals passiert- jeder kennt jeden, verdammt. Aber zurück zu Stavanger. Bei der Wanderung wurde das Wetter uns zum Verhängniss. Regen, Regen, Regen. Der Weg war ca. 3,8 Km "lang", nicht viel aber ca. 450 Höhenmeter wurden darauf verteilt, auf großen Steinen, die praktisch den ganzen Weg lang durch einen Wasserfall gingen. Herrlich! Ich habe festgestellt, dass mir Wandern echt Spaß macht, werde das weiter machen. Die Männer aber, ohne Regenjacke, geschweige denn Wanderschuhen waren schnell genervt. Tja- dafür zwei Outfits am Tag. Oben angekommen sollte es dann eher... nebelig werden. Der Preikestolen am Lysefjord (dt. Predigerstuhl) ist ein Stein in einem Fjord der 600m hoch liegt. Man kann bis zur Kante vorgehen und hat unter sich 600m freien Fall. Leider wurde diese Aussicht uns vergönnt wegen des Nebels. Ich war jedenfalls die Einzige die bis nach vorne zur Kante getraut hat und sich auch hingesetzt hat, mit baumelnden Beinen:)! Echt krasses Gefühl, auch ohne Sicht. Eine Legende besagt, das irgendwan dieser Stein wohl einfach abfällt. Dazu eine kleine Anekdote- der Busfahrer, hat uns netterweise diese Information verraten. Dabei haben wir festgestellt, dass alle Busfahrer, ohne Ausnahme super gerne quasseln. In jedem Bus- wohin es grad geht, wie das Wetter ist, kleine Legenden. Und dabei fahren sie einhändig Serpentinen hoch- ulkig oder? Der Weg runter war anstrengend, kalt und nass und auf dem Po, da sonst zu rutschig. Am Montag ging der Flug nach Hause :) Alles in Allem ein schöner Ausflug- Norwegen hat doch so viel zu bieten.

Preikestolen

Noch bisschen mehr zum Alltag hier: meine Skigruppe ist super, ich hab mich hier als Trainerin gemeldet, was heiß ich mach ein paar Aufagaben jeden Monatag mit den Unsportlichen, um sie fit zu halten und auf die Skisaison vorzubereiten. Echt lustig. Dabei sind wir zwei Austauschstudenten gewesen. Gewesen, weil leider der andere in einem Unfall, Abends von einem Balkon gefallen ist, und im Koma liegt. Wir alle hoffen und beten für ihn, es ist schlimm zu wissen, dass noch alles geschehen kann. Ein schlimmer Gedanke, bei einem so wunderbaren Semester noch vor uns... Jedenfalls stelle ich abermals fest wie sehr Norweger verrückt nach Sport sind. Das ist immernoch das Ding hier schlechthin, da werden mehr Stunden dabei verbracht, als in der Uni. Nehmt euch alle ein Beispiel!!!

Aber doch nochmal zu anderen, erfreulicheren Sachen: es ging dann einen Samstag lang nach Schweden. Ja! Das kleine Städtchen heißt Âre, ist das größte Skigebiet und wird mit einem kostenlosen, jaaaaaa (!!!), Bus befahren. Dort steigt man aus, kann eine Stunde "billig" einkaufen, das heißt immer 10% mehr als in Deutschland und sich mit Alkohol und leckeren Dingen, wie z.B. Schwarzbrot eindecken.Klasse! Âre ist echt schön, es liegt schon Schnee, die Lifte funktionieren. Sobald die Zeit es zulässt und richtig Schnee liegt wird sofort da hingefahren, es sind nur zwei Stunden, wie klasse ist das denn!? War wirklich ein voller Erfolg. Auch das frühe Aufstehen hat sich an dem Tag gelohnt- wunderbarer Sonnenaufgang am Fjord, Stille- einfach wunderschön.

Als ich dann wiederkam hatte ich eine neue Mitbewohnerin- endlich ein Mädchen. Vilde aus Tromso! Also eine waschechte Norwegerin. Und wieder passt jedes Klischee- schüchtern und sobald man sie anspricht und sich für sie interessiert quatscht sie wie ein Wasserfall. Super nett, und super süß. Sie ist 18 und studiert Lehramt an einer privaten Uni hier in Trondheim. Auf jeden Fall eine perfekte Mitbewohnerin. Die Wohung ist somit komplett. Jetzt essen wir immer öfter zusammen, kochen und man ist nicht immer am schweigen. Ein richtiges WG Leben, so wie es sich jeder wünscht.

Vor Kurzem musste ich wieder festellen, wie lächerlich teuer doch alles hier ist; ich habe jediglich ein paar Postkarten inklusive Briefmarken gekauft- oh man. Ich habe erfolgreich verdrängt, wie viel alles gekostet hat. Zudem wollte ich meinen Eltern einen lieben Gruß mitschicken, also ein kleines Paket zu ihren Geburtstagen. Ingesamt war das Paket teurer, als der Inhalt- also Mama und Papa: das wird nicht nochmal passieren, schön, dass ihr nur einmal und ziemlich zeitnah Geburtstag habt :)!

Ich lerne immer mehr Norweger kennen, das macht echt Spaß. Durch den Sport und durch die Kurse trauen sich immer mehr Norweger an uns ran und das ist echt schön- das ist ein wunderbar herzliches Völkchen, die jeden hier warm aufnehmen. Meine Freundin aus Köln, mit der ich studiere, wurde von unserer norwegischen Bekannten zu Weihnachten eingeladen, weil sie nicht nach Hause fliegen wollte. Echt liebenswert. Und deren Macken und Marotten sind so lustig, dass es immer mehr Spaß macht die Tage und Abende mit denen zu verbringen. Wir Trainer haben uns letzens bei einem zum Pizzaessen getroffen, um alles für die kommenden Wochen zu besprechen und uns kennenzulernen. Klasse Menschen. Die Pizza war sogar selbst gemacht- mhhh so lecker. Und was neues habe ich auch dazu gelernt- saure Sahne und frischer Rukola, oder kleine Cocktailtomaten auf die Pizza-himmlich und empfehlenswert!!!

Das Beste kommt (fast) zum Schluss: ich habe einen Platz im NORWEGISCHKURS bekommen! Ein super Intensivkurs, drei Stunden. Endlich. Bis jetzt kann ich nur so viel, wie einen Kaffee bestellen, Danke, Bitte und Hallo und Tschüss. Eher wenig. Aber jetzt erhoffe ich mir so viel von dem Kurs, dass ich es kaum erwarten kann morgen damit anzufangen. Das wird super! Und wenn ich dann wieder in Deutschland zurückbin, snakker ich nur noch Norsk:).

Seitdem ich wieder von meiner Osteuropatour zurück bin, stelle ich fest, dass der Oktober mich echt in meinem Zimmer einschließen wird: zuerst ist das Wetter echt scheiße- Regen und ca. 2°C. Bibber! Aber ich habe mir, wie jeder coole Norweger hier, schöne und BILLIGE Regenstiefel gekauft,damit kann mir keine Pfütze kein Grauen mehr sein, es ist echt eine Mordsgaudi durch die Dinger zu laufen, wie früher. Außerdem halten die Wärmer als Stoffschühchen. Dieser Einbruch ging aber auch erst gestern los- die ganze Zeit als ich weg war, hatten sie superschönen Herbst. Jetzt ist es eben wie immer in Norwegen. Und die Aussichten sind nicht prickelnder. Aber was erzähl ich euch von Regen und Kälte, ihr habts auch nicht viel besser. Außerdem habe ich SO viel für die Uni zu tun, dass ich auch nichts mehr machen will- drei Termpaper, elends viele Bücher und so weiter.

Eine schöne Aussicht gibt es dann doch: die Lofoten. Auf die, deren Wale und die Polarlichter freue ich mich schon besonders. Es muss nur noch geplant werden, wie wir fahren, mit Auto oder Fähre oder doch lieber Bahn. Macht euch auf wunderbare Bilder gefasst! Ansonsten, wenn alles gut geht Fahre ich mit dem Erasmus Student Network auf eine Schiffahrt mit: aus Stockholm nach Tallin, und zurück. Studenten aus Norwegen, Schweden, Lettland, Litauen, Estland und Finnland machen bei diesem verrückten Event mit. Wenn alles gut geht, kommt unser Tartustudent mit :)! So ists- Osteuropa und Skandinavien vereint euch! Das wird bestimmt ein einmaliges Erlebnis. Und so gehts dann erstmal weiter- bis Dezember.

Ich freue mich auf weitere acht Wochen, denn bei mir klopft schon das Bergfest an die Tür. Die Zeit rast immer noch, vielleicht möchte ja jemand diese für mich kurzweilig stoppen, ich wäre sehr dankbar!

 

Das war jetzt aber sehr viel, bald kommt mein kleiner Bericht über Tallin,Tartu und Riga.

Ich freue mich weiterhin über eure Emails und Kommentare, allen Studis einen schönen Semesterstart. Ihr habt ja echt was noch vor Euch, ich bin fast durch ;)! Weitere Bilder gibt es auf den Links im Menü verwiesenen Links. (Haha, ein verwirrender Satz:))!

 

Har det bra, eure Aga!

13Sept
2010

87 dager...

Hej hej mine venner!

87 Tage genau, dann bin ich hier mit meiner letzen Klausur fertig und schrecklich, der Gedanke quält einen doch ganz schön und nagt an mir- ich bin schon einen Monat weg und bald wieder daheim!Die Zeit rast hier unglaublich schnell an mir vorbei. Ich kann mich genaustens daran erinnern, dass ich grad eben erst in den Flieger in Berlin gestiegen bin... Aber, die Zeit ist ja die einzige, die ihr versprechen hält, nicht wahr ;)

Zuerst möchte ich mich bei ALLEN bedanken,die so eifrig geschrieben haben, ob als Kommentar oder Email, das ist schön von Euch zu hören, ich freue mich über jede, auch nur kurze Nachricht. Ich kann leider nicht sofort immer zurückschreiben, ich hab schon ziemlich viel hier zu tun, was Euch aber nicht davon abhalten soll, mir weiterhin zu schreiben, gerne auch mehr:)!  

Rosenborg Trondheim, Fuuuußball!

Ja, viel zu tun... Die Uni hat hier eingeschlagen, wenn ich das so sagen darf. Ich habe noch nie in meinem kurzen Studentendasein so viel für die Uni an Vor- und Nachbereitung machen müssen. Das heißt lesen, lesen, lesen und gefühlte 100 Termpapers schreiben. Verrückte Norweger, die leben von diesen Seminararbeiten, auch wenn es nur welche über ein bis sechs Seiten sind... Das Beste daran ist, dass am Ende diese Arbeiten wohl, wie heute erfahren, von 23 Jährigen MASTER (!!!) Studenten gelesen werden. Da überlegt man sich nicht,ob man die Note ein bisschen mit einem Bier hebt... 

Was die Uni bisher angeht, gab es leider ein paar Schwierigekeiten bezüglich der Kommunikation zwischen beiden Unis und mir. Viele meiner Philosophie Kurse sind auf norwegisch und ich no comprendre. Auch weigern sich die Professoren ihre Kurse auf englisch zu halten, was zu Komplikationen führt und warum ich mich auch dazu entschieden habe die Kurse nicht mehr zu besuchen, einfach ganz wegzulassen und mal bisschen Fragen zu stellen. Herausgestellt hat sich, dass ich die EINZIGE Austauschstudentin in diesem Fach hier bein (haha, woher kenn ich das nur?) und die Professoren sich auf Erasmen nicht so einstellen. Tja, aber man kämpft sich durch. Jedenfalls sitz ich jetzt in einem Philosophiekurs, in dem der Professor mir netterweise englische Emails mit Aufgaben schreibt und Texte schickt und der andere Kurs ist ein Masterkurs, der sich zwar extrem mit Wirtschaft beschäftigt aber auch einen ethischen Hintergrund hat. Wenn euch Corporate Social Responsobility was sagt, Gesundheit. Bestimmt total wichtig fürs Leben...Das witzigste ist, dass man in einer 1 1/2 Stündigen Vorlesung nach 45Min erstmal 15Min Pause hat. Ihr wisst bescheid.

Ansonsten lernt man ständig neue Leute kennen. Jeder (wirklich!) hat hier im Abstand von zwei Tagen Geburtstag. Da kommt man schwer zum "Lesen". Es ist wirklich schwierig hier sich auf das Unileben zu konzentrieren. Entweder man macht viel Sport (ich bin immer noch begeistert vom Angebot) oder geht feiern (wenn so Dinge wie jeden Donnerstag "Thirsty Thursday" angeboten werden mit Bierpreisen bis zu -50%,dann kann man ja nicht nein sagen, ich erinner an das Sparprogramm),kocht, feiert, sportelt... Apropos Sparprogramm: jeder hat hier schon sein erstes Kehrpaket erhalten :)! Meins kam nach längerem Warten aus Polen von der Familie, mit leckerem Essen und ja,ich gebe es zu- Alkohol drinn. Aber wenn man bedenkt, dass die billigste Flasche Vodka hier ca 50€ kostet, da motiviert man die ganze Familie zum Spenden!

Feiern mit dem Liebsten WG Mitbewohner Antoine!

Worüber ich mich nicht beklagen kann, und hoffe, dass es so weiter bleibt, ist das Wetter.Ja, erstaunlicherweise, hatten wir nur eine Woche echt beschissenes Wetter, wo die Winterjacken und -schuhe rausgeholt wurden. Aber seit ca. einer Woche haben wir iwieder echt traumhaftes Wetter, ich behaupte mal, es ist besser als bei den Verbliebenen. Ca 22°C, Sonne, strahlender Himmel. Da ist man wirklich oft draußen, zum Essen, Sporteln... ihr wisst schon. Aber leider hängen damit auch Keime rum. So ziemlich jeden hats mehr oder weniger erwischt mit einer "Art" Schnoddernase. Auch das lässt sich hier verkraften und daran muss man sich glaub ich anpassen und gewöhnen. Leider hat es mich letztes Wochenende flach gelegt, was dazu geführt hat, dass ich nicht nach Roeros mitfahren konnte, oder an die schwedische Grenze zum SHOPPEN. Es ist da erheblich günstiger,hab ich mir sagen lassen. Demnächst lass ich mich mal da hinziehen. Da fahren Shuttlebusse hin, klasse :D! 

Wir haben auch schöne Tage;)!

Die nächsten Touren sind jedenfalls auch schon geplant- kommendes Wochenende fliege ich nach Stavanger, Anfang Oktober geht es nach Estland (ein wenig außerhalb von Norwegen, bestimmt auch mehrere Gründe zu einem Besuch wert ;)), Ende Oktober geht es zu den Lofoten, Schweden, Roeros, Hüttentouren... Volles Programm also! Und das in 87 Tagen. Drückt mir die Daumen, dass ich alles sehen kann und nebenbei auch das Semester packe :) Am Ende bekomme ich Besuch vom Alten, Trondheim, Olso, Stockholm zu Weihnachten dann püntlich wieder daheim!Ein bisschen freue ich mich schon... Aber viele bleiben ein ganzes Jahr, die beneide ich schon ein wenig. Vorallem wenn man, fleißig wie ich bin, jeden Montag zum Skivorbereitungskurs geht, dann aber nicht Ski fahren kann hier...:(

 

Deswegen auch, ich muss los zum "Ski Bauch Beine Po" (auch Montags liebe Montagssportler, hiermit ein lieber Gruß an den ganzen DJK!!! Herzlichen Glückwunsch zum Sieg beim Drachenbootrennen,nächstes Jahr wieder mit mir:)).

 

Ich wünsche Euch allen eine weitere schöne Woche, meldet Euch bei mir.

Und täglich grüßt die WikingerAGA!

 

P.S. Wenn jemand eine gute Seite weiß, wo ich Bilder hochladen kann, für alle Nicht-StudiVZler oder FacebookUser, bitte um Ideenspende!

 

P.P.S. Leider zeigt der blog grad die Bilder nicht direkt an, klickt einfach auf die Links,ahoi!

 

30August
2010

Begynnelse in Trondheim!

HeiHei!

Endlich, endlich nach zwei Wochen voller neuer Erlebnisse kann ich mich bei meinen Liebsten, Freunden und Bekannten melden! 

Am 15.8 ging es also in Berlin Schönefeld zu einer relativ humanen Zeit los, in Richtung Oslo.Die Abfahrt wurde ein bisschen durch meine Angst um Übergewicht getrübt, es ist schließlich schwer sich zu beschränken auf "nur" 40 Kilo, wenn man nach Norwegen fährt. Es ist schließlich nicht Palma de Mallorca hier... Wobei ich sagen muss, dass mir mindestens die Hälfte hier noch fehlt, aber dafür sorgt Mama und ihre (Fress)pakete.

In Oslo dann nach einem angenehmen Flug angekommen, hieß es mit den etwas schweren Koffern in Richtung Zugsuche, wobei sich herausstellte, dass der Zug durch einen Bus auf einem Streckenabschnitt ersetzt wurde. Ein bisschen frustrierend das Ganze, weil dadurch sich meine Ankunftszeit erheblich verspätete. Aber der Weg mit dem Zug hat sich gelohnt. Man fährt zwar ewig, aber wenn man schönes Wetter hat (so wie ich), kann man ziemlich viel sehen auf dem Weg in den Norden.Man macht auch erheblich Höhenmeter, sieht Elche (ja!) und wenn man noch einen netten norwegischen Studenten neben sich hat, der einem viel vom Land, Wetter und den Menschen erzählt, was gegensätzlich zu allen Norwegerführern ist, weil alle Norweger wohl sehr schüchtern sein sollen, macht es die Fahrt erträglich. Aber das war wirklich lohnenswert und empfehlenswert.

Um 23h bin ich dann endlich in Norwegen angekommen und habe mich sofort für ein Taxi entschieden: es war kalt, dunkel und ich hatte keinen Plan wo und wie ich nach "Moholt Studentby" komme. Also, Koffer rein, dem ca. 20 Jährigen Taxifahrer auf englisch erklärt wo ich hin muss und los gings. An "Moholt Studentby" hat mich dann ein Bekannter aus Aachen entgegengenommen und ich musste meine ersten Norwegischen Kronen (NOK) loswerden und habe ziemlich geschluckt- 175NOK, das sind für 5km die ich am Ende gefahren bin über 21€. Zu den Finanzen aber später mehr. 

Ohne meine Aachenbekannschaft wäre ich wohl diesen Abend noch auf der Strasse gelandet. Er hat sich schon seit drei Tagen in Trondheim eingenisstet und konnte mir zeigen wo ich so ungefähr hin musste. Also haben wir die Koffer geschultert und sind nach drei falschen Wohnungen endlich zu Haus gelandet. Dazu muss man sagen man versteht nicht auf Anhieb, dass "Moholt Studentby" aus zwei Strassen besteht: Herman Krags Vei, die "ältere" Strasse mit gemütlicheren, aber unrenovierten Wohnungen und Moholt Alle, neue schönere Wohnungen. "MA 8/64" sollte also zu finden sein, ohne diese Info. Wobei wir, wie gesagt bei anderen Wohnungen gelandet sind, mit verwirrten Menschen, die uns freundlicherweise so ungefähr sagen konnten um 24h wo ich hin muss. Und dann bin ich endlich in meinem Zimmer angekommen, drei mal 6 Stockwerke hinter uns, in dem ich jetzt lebe. Hier muss mich daran gewöhnen, dass es laut ist (wohne hier an irgendeiner Zufahrtstrasse, in Richtung Industriegebiet) und dass es laut ist, weil so ziemlich jeden Tag neue Studenten einreisen (vorallem Norweger) die dann in den "Open Basements", also Kellern jeweiliger Studentenhäuser feiern und sehr laut feiern und vorallem sehr ausgiebig feiern. Vorallem die Norweger. Es ist aber nett, ich wohne mit einerm Afrikaner (wie jeder), einem norwegischen Koreaner und einem Franzosen zusammen, wobei als erstes Regeln aufgestellt wurden- Männer sind grundsätzlich ein wenig messy und dreckig. Tja.

 

 

Blick aus dem Fenster:)!

 


 
Und dann ging es auch wirklich los:Orientierungswoche, viele Organisatorische Dinge, Feiern, Feiern, Feiern. Dazu muss man sagen, dass die Norweger sich wie 14 Jährige was das angeht verhalten: als ob sie nie Alkohol gesehen hätten, feiern und saufen, lassen es sich einfach gut gehen... :) Wir Austauschstudenten, die auch viele Freiheiten kennen, sagen scherzhaft dazu, dass die Norweger wohl gar nicht so schüchtern sein können, wenn sie freizügig, wie sie sind, Sex auf deinem Rücken haben. Einfach so. Die Uni und die Stadt sind wunderschön, haben nur beide ein Manko. Man muss viel und weit laufen. Sehr weit, sehr viel und dazu kommen noch viele Berge. Zu meinem Campus,Dragvoll, brauch ich 30min zu Fuß, zum Hauptcampus Gloshaugen ca 40min zu Fuß, in die Stadt kommt es an die Stunde ran. Man fragt sich, warum fährt sie kein Bus? Weil ein Monatsticket ca 50€ kostet, eine Fahrt die man eine Stunde nutzen darf ca 4€. Damit hat sich die Frage in den ersten Tagen schnell erübrigt. Ein Vorteil bringt das Ganze: man bleibt fit und schlank. Die Stadt selbst besteht aus einer relativ sauberen kleinen Altstadt, einem Hafen und viele Studentenwohnheimen. Darum zieht sich der Fjord, Berge und ein paar Industriegebiete.

Die TrondheimInsel, mit City

Trondheim Hafen, Berge wohin man sieht!

Die Brücke des Glücklichwerdens!

Typisch Norwegen:)!

Hinten Rechts,über Trondheim liegt die Uni.
 
Rund um Trodnheim.

 

 

Die Universität hat wirklich viel zu bieten und das Studentenleben boomt. Allgemein muss man sagen, dass sich es die Norweger wirklich gut gehen lassen- sie arbeiten wenig ab ca 8h-15h, haben alle ihre Hütten außerhalb, die sie am Wochenende nutzen und auch das Studentenleben kommt nicht zu kurz. Das bedeutet hier: feiern, neue Freunde finden, Sport treiben, reisen. Viele lustige Organisationen kümmern sich um das Studentenwohlsein, die Neulinge werden von Fadderrukkas begleitet, einer Art Buddygroup die sich aus ca 20 Studenten bildet (alle Erstsemester und wir Exchange Students), mit der man dann die Orientierungswoche verbringt, Stadtralleys macht und schnell Norweger kennenlernt, was relativ schwer ist, bei ca.900 Erasmustudenten. Die Gebäude der Uni sind super schön und extrem gut ausgestattet. Jeder Campus hat Kafes, Kopiercenter, Lädchen, Bibliotheken, freien WLAN Zugang. Alles schön, wenn es eben nicht immer so teuer wäre.

Fadderrykka!Hei!

Allgemein ist das Leben hier nicht mit dem in Deutschland oder sonstwo zu vergleichen. Die Preise sind unbeschreiblich. Für ca 20€ bekommt man relativ schnell eine Milch, Saft und Brot. Das wars dann aber auch. Den Rest könnt ihr euch vorstellen. Wenn ein Bier nun mal 7€ kostet, dann wird man schnell knauserig. Aber man gönnt sich ja sonst nichts, also wird hier auch mal gut schnell Geld alles ausgegeben, einfach "weil man es ja sonst hat". Ein weiterer Vorteil: man isst nicht so viel und bleibt, genau, fit und schlank. In Amerika hab ich mir Sorgen gemacht,weil ich zunehme, hier kann ich dann mich auf Weihnachten freuen und alle Kilos wieder rauffuttern.

Zum Schlankbleiben: Das Sportangebot hier ist überragend, für 350NOK bekommt man ein perfektes Angebot mit ca 58 Sportgruppen, zwei Sportcentern und Ausflügen zu Skihütten. Was will man mehr? Ah ja, dass das ganze nicht 30/40min Fußweg entfernt ist...

Die Uni hat bei mir heute angefangen. Das bedeutet jetzt muss ich mich bisschen ransetzen, vorallem weil einige meiner Kurse auf norwegisch sind und die Profs sich wehren englisch zu reden. Ein bisschen mühsam, aber, wie man hier so schön sagt "We are getting there". Mein Stundenplan lässt viel zu, deswegen sind auch schon die nächsten Ausflüge geplant. Nächsten, weil ich schon die erste "Reise" hinter mit hab. Mit vier Franzosen, einem Österreicher, und drei Deutschen bin ich für drei Tage zum Geiranger Fjord gefahren.

 Die Truppe!

 

Der Fjord gehört zum UNESCO Welterbe und ist atemberaubend. Bilder können wirklich nicht alles ausdrücken. Wir haben uns dann auf dem Rückweg einen weiteren Ausflüg gegönnt und sind den Weg vom Fjord über Molde und Kristiansund, an der Antlantikrute nach Hause gefahren, mit viele Fähren und schönen Dörfern am Atlantik entlang. Die Reisekasse erläutere ich hiermit nicht weiter. Fahren in Norwegen ist recht mühsam, seitdem man 80km/h nur fahren darf, es ständig hoch und runter geht und ca. alle 80km wieder eine Fähre kommt. Aber trotzdem empfehlenswert.

Schön am Geiranger Fjord Boot fahren und angeln.

 

Und so gehts die nächsten Wochen wohl weiter. Ich habe mich gut hier eingelebt und bereue keine Sekunde, das wohl teuerste Land, was einem die Stimmung bisschen vermiesen kann, gewählt zu haben. Die Norweger (wenn man welche kennenlernt), das Land und die Mentalität haben es in sich und reißen jeden hier mit.

Ich freue mich über Mails, Kommentare und Besuche. Hier ist genug Platz, ich biete Unterkunft for free. Den Rest müsst ihr euch selbst klarmachen:)

Adjo und Ha Det!

Liebste Grüße,

Aga!        
 

 

P.S. Mehr Bilder gibt es demnächst bei Picasa, ansonsten verweise ich alle anderen virtuellen Freunde auf StudiVz und Facebook:)!